LANDESLISTE NRW CHANCE 2000


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Unsere Landesliste: Nico Haupt (Landesvorsitzender) und Martin Kinnen (Vorsitz-Vertreter)

Martin Kinnen zu Chance 2000:

martin
CHANCE 2000 Nordrhein-Westfalen

Martin Kinnen
Meine Wahlkampfziele:

Stichwort "Basisdemokratie":
- Angestrebt wird die konsequente Erforschung und Anwendung basisdemokratischer Ideen und Konzepte: Beispielsweise werden Bundestagsabgeordnete zu virtuellen Vollstreckern (nicht von Parteimaximen oder Weisungen der Parteivorsitzenden, sondern) derjenigen, die sie gewählt haben. Dies beinhaltet das Einbringen von (möglicherweise Gesetzes-) Anträgen seitens der Wähler via Abgeordnetem direkt in die zuständigen Parlament und Gremien, sowie die Veröffentlichung aller relevanten Dokumente und Entscheidungen.

Stichwort: "Transparenz"
Durchblick für alle:

- Wer entscheidet was ? Und warum ?

- Wie nimmt jeder einzelne Einfluß ?

- Welche Position birgt die Möglichkeit der Vorteilnahme / Korruption ?
Stichwort: "Mobilität"

Angestrebt werden soll ein ökologisch und sozial vertretbares Konzept gemäß dem Motto "Freie Mobilität für Alle". Ähnlich dem "Studententicket" in NRW für öffentlichen Nahverkehr soll dieses "Bürgerticket" die pauschale Beweglichkeit im gesamten (Wahl-) Gebiet garantieren zu einem subventioniert niedrigen Preis. Somit soll es für jeden möglich sein, überall hin gelangen zu können unabhängig von eigenen Fortbewegungsmitteln.
Stichwort: "Verantwortung"
- Kopplung von Besitz mit Verantwortung: (bsp.: Indianisches Modell): Shareholder haben nicht nur "Shareholder Value" sondern ebenfalls Verantwortung für das soziale, ökologische, soziale etc. Wohlergehen ihres Besitzes (anteilig)
Stichwort: "Chance"
- Wie in den USA soll es in Deutschland möglich sein, als Privatperson "Konkurs" anzumelden. Allein 1997 gab es in Deutschland 670.000 Offenbarungseide von Privatpersonen (häufigster Grund: Überschuldung). Für all die Personen, die in Deutschland bis dato einen Offenbarungseid abgelegt haben soll es wieder eine neue Chance geben entsprechend einem sinnvoll ausgearbeiteten Konzept. Stichwort: "unsichtbare Minderheiten"



Momentan durchdringt alle politischen Systeme der Welt dasselbe Problem: Sichtbar sind immer die aktiven "Macher" bzw. die "mächtigen" Besitzer von Geld, Einfluß, Macht, Aktien, Medien, Werften und was auch immer. Merkwürdigerweise hat sich dies im gesamten Verlauf der Menschheitsgeschichte trotz sogenannter "Revolutionen", trotz "Marxismus" und "Aufklärung" sowie in manchen Ländern der Abschaffung "Adeliger", "Monarchen", "Diktatoren" und was auch immer nur in Nuancen geändert. Man hat fast das Gefühl, daß die Mehrzahl der Bevölkerung (die Beherrschten) sich gerne bevormunden lassen.
Wagt man einmal das Gedankenexperiment, eine tatsächliche "Gleichheit Aller" durchsetzen zu wollen, erntet man nur Hohn und Spott ("Ist nicht realisierbar").
Als "unsichtbare Minderheiten" fasse ich hiermit all diejenigen zusammen, die (es können Arbeitslose, Behinderte, Arme, Obdachlose, Hungernde, Alte, Kinder, Verschuldete, Drogenabhängige, gescheiterte Künstler u.v.m. sein) beherrscht werden, in ihrer Gesamtheit die Mehrheit der Menschen auf diesem Planeten sind, dies nicht erkennen und nach wie vor bis in alle Ewigkeit beherrscht werden, wenn sie nicht ein Selbstbewußtsein entwickeln. In der BRD gibt es Lobbys der Industrie und Wirtschaft (bspw. DGAP, Rotary-Clubs, Bilderberger, u.v.m.), Reichenclubs (Golfclubs, Stiftungen,...), Arbeitervertretungen (Gewerkschaften, ADC, ...) ...... aber keine kompetente Interessenvertretung der Interessen der unsichtbaren Minderheiten, die insgesamt die Mehrheit darstellen.

Ziel von CHANCE 2000 soll es meiner Meinung nach sein, dies zu werden !!!!

Aufruf:

"Zeige, daß DU existierst! Du bist nicht nur eine Nummer im Einwohnermeldeamt und ein Bankkonto, das konsumiert. Gebe Deinen Neigungen und Vorlieben Kraft. Sei nicht für Marktforscher und Mächtige berechen- und kontrollierbar. Gebe Deiner Umgebung mehr als nur die Einschaltquote im Fernsehen."


Themen:
0. Einleitung
1. Wirtschaftspolitik
2. Rechtspolitik
3. Innenpolitik, Innere Sicherheit und Verteidigung
4. Außenpolitik und Entwicklungshilfe
5. Umwelt und Forschung
6. Finanzpolitik
7. Bildungspolitik und Familie
8. Datenschutz und Kontrolle der Politik und Gewaltenteilung
9. Arbeit und Soziales
10. Landespolitik und Kommunalpolitik
11. Politische Ämter, Strukturen und Verwaltungsapparate
12. Globalisierung
13. Schlußwort

0. Einleitung
In einer Welt der Informationsflut und "Globalisierung" ist es zum jetzigen Zeitpunkt wichtig für ein so reiches und egoistisches Land wie Deutschland, sowohl innerhalb des Landes als auch international, die richtigen Signale zu setzen. Daher sollte eine Politik in Deutschland meiner Meinung nach extrem verantwortlich, engagiert und "wissend" nicht nur auf internationale Entwicklungen reagierend, sondern auch agitativ Einfluß nehmend (im Sinne einer hohen Moral und Ethik) gestaltet sein.
In kaum einem Land ist die Bevölkerung so politisch "gebildet" und doch handlungsunfähig wie in Deutschland, und dies trotz einer hervorragenden Infrastrukur. Eine zukunftsgerichtete Politik sollte all die Entwicklungen fördern, die sowohl der Mehrheit des Landes dienen (und nicht einer Elite bzw. deren Lobbyisten) als auch moralisch und ethisch Vorreiter sein. Global angewandt bedeutet dies, nicht nur die Entwicklung der letzten 15 Jahre umzudrehen, sondern Anstöße zu geben für ein globales Modell der Politik. Die Chance liegt ausschließlich in der Verbesserung des bestehenden Systems mittels kritischer Überprüfung auf einem hohen Wissensniveau. Daher sind die folgenden Punkte nur als Anregungen für mögliche Reformen zu sehen.
Es gibt bestimmt fähigere Wissenschaftler als mich, die sinnvollere Punkte und Anregungen sowie gerechtfertigte Bedenken gegen die nachfolgenden Vorschläge meinerseits bringen werden. Sollen sie es tun. Wichtig ist der Antrieb und, daß als Folge tatsächlich Änderungen erfolgen, die der Mehrheit aller Individuen helfen, Leiden zu vermeiden (auch im Sinne der Menschenrechte) und ihren Neigungen nachgehen zu können.
Martin Kinnen, Düsseldorf, den 6.Mai 1998

1. Wirtschaftspolitik

1.1. Subventionen

Derzeit fließt der überwiegende Anteil an Subventionen in Großunternehmen, die mittels Auszahlung von Renditen die "Reichen" bedienen. Hierzu zählen vor allem High-Tech-Betriebe, Luft- und Raumfahrt- sowie Rüstungsindustrie. Die Gelder fließen aus den Töpfen "Verteidigung" (Rüstungsindustrie), "Sozial" und "Arbeit" (Subventionen von geschaffenen Stellen bzw. Beibehaltung von solchen, die dann doch nicht abgebaut werden), "Forschung" (High-Tech und Raumfahrt), etc. Subventionen sollen gehen an
- Jungunternehmer und Existenzgründer
- Öffentlichen Nahverkehr
- Bildungseinrichtungen
- Kultur
- Freizeit - und Erholungseinrichtungen
- Krankheitsvorsorge und Altenpflege
- Stadtsanierung und Infrastruktur
- Ausbau des Kommunikationsnetzes mit entsprechenden öffentlichen Einrichtungen

Folgende Subventionen sollen überprüft werden:
- Subventionen von Lobbyistenverbänden
- Stiftungseinrichtungen
- Ausgaben für militärische Einrichtungen und Forschung -

1.2. Handel
Derzeit wird der Handel immer stärker dominiert von großen Handelshäusern (Metro-Gruppe u.a.) und Versandhäusern (Quelle etc.), die aufgrund ihrer übergreifenden Strukturen kleine "Tante-Emma-Läden" verdrängen. Über Kommunalpolitik soll verhindert werden, daß Stadtzentren als (Kommunikations-) Treffpunkt aussterben. Große Einkaufszentren, die außerhalb der gewachsenen Städte entstehen und nur durch PKW zu erreichen sind, sollen verhindert werden, kleine Läden und biologischer Anbau subventioniert werden. Es soll all der Handel gefördert werden, der langfristig der Mehrheit am meisten Vorteile bringt.

1.3. Aufträge
Alle Aufträge, die durch staatliche Institutionen vergeben werden, sollen öffentlich gemacht werden, ebenso nach Abschluß die angefallenen Kosten.

2. Rechtspolitik
Angestrebt werden soll eine Vereinfachung des Rechtsapperates. Ziel soll es sein, restriktive (Verbots-) Gesetze immer weiter zurückzuführen und vermehrt Ursachen für Fehlentwicklungen im Ansatz zu vermeiden. Die Bürger sollen vollkommen mündig entsprechend internationaler Moralkonventionen zu einer wirklichen Freiheit im Handeln bewegt werden. Dekriminalisierung von Selbstschädigung gehört dazu. Alle Vorteile des jetzigen Rechtsstaates sollen beibehalten und bekräftigt werden, welche der Meinungsfreiheit, Würde etc. dienen. Altertümliche Rechte (bspw. Kirchenrecht, Militärrecht etc.) sollen reformiert werden.

3. Innenpolitik, Innere Sicherheit sowie Verteidigung
Ziel der Innenpolitik soll es sein, den Staat samt seiner Verfassung und Rechte in einer sinnvollen Weise im eigenen Land zu repräsentieren. Die Innenpolitik "dient" der Bevölkerung und sichert die Menschenrechte und Freiheiten der Individuen und des gesellschaftlichen Lebens. Die Instrumente der Inneren Sicherheit und Verteidigung in Form von Militär, Polizei, Geheimdiensten etc. unterstehen zur Zeit der parlamentarischen Kontrolle in einem Maße, von dem der Bürger nur aus den Medien erfährt. Oft genug werden Verstoße gegen Menschenrechte innerhalb dieses Systems von den genannten Instanzen am Bürger verübt, ohne daß dieser sich wehren kann. Hier muß vorbeugend Einfluß von Seiten der Politik ausgeübt werden:
- Entwaffnung der Straßenpolizei / weg mit Schußwaffen
- Bekämpfung verstärkt der Groß- und Wirtschaftskriminalität
- Verminderung der Wehrstärke der Bundeswehr
- ggfs. Aufhebung der Wehrpflicht und Abschaffung von Streitkräften mit Vernichtungswaffen

4. Außenpolitik und Entwicklungshilfe
4.1. Ein klares "JA" zu UNO und EU
Verstärktes Engagement und Transparenz dieser Organisationen unter Einbindung von globaler Basisdemokratie soll angestrebt werden. Hierzu sollen vor allem Organisationen wie IWF, G7, Bilderberger etc. durchleuchtet werden nach politischer Einflußnahme und somit eine sinnvolle europaweite bzw. weltweite Struktur entwickelt werden, die allen Völkern und Individuen am meisten dienlich ist.

4.2. Ein klares "NEIN" zum Neokolonialismus
Das derzeitige internationale System (u.a. der "Entwicklungshilfe") dient nach wie vor der Bereicherung der "Reichen" und der Pseudo-Diktatur über die "Armen". Angestrebt werden soll die Sicherung der Ernährung und Versorgung Aller mit dem Nötigsten hin zu einer globalen Gesellschaft des Möglichen. Entscheidend hierbei ist vor allem die Bildung unter Achtung des kulturellen Hintergrundes. Wünschenswert wäre weiterhin die Förderung globaler Kommunikation für alle.

5. Umweltschutz und Forschung
5.1. Umweltschutz

Für den gesamten Bereich Umweltschutz soll es einen eigenen Umweltschutzbeauftragten geben, der mit Hilfe einer angeschlossenen Arbeitsstruktur
- Studien zum Thema Umwelt erstellen läßt, die die Auswirkungen der Industrialisierung zusammenfassen und die Ursachen erschließt
- Richtlinien (europaweit bzw. als Vorschläge für die UNO) verfasst

Ziel der Umweltpolitik soll es sein
- alle schädigenden Einflüsse rückgängig zu machen
- neuen schädigenden Einflüssen vorzubeugen
- Artenschutz für alle Lebewesen entsprechend derer Natur umzusetzen

5.2. Forschung
5.2.2. Grundlagenforschung
Vom Staat finanzierte Grundlagenforschung bspw. an Universitäten soll in Patenten münden, die der gesamten Bevölkerung gehören und von deren möglichen wirtschaftlichen Erfolg alle profitieren. Dies betrifft vor allem Forschungsbereiche wie "Freie Energie", "Weltraumforschung", "High-Tech", "Medizin" u.a.

5.2.3. Subventionierte Forschung
Es sollen vor allem diejenigen Forschungen subventioniert werden, die menschennah und ökologisch sinnvoll sind. Diese können sein:
- Erforschung alternativer Heilmethoden auf natürlicher Basis
- Präventive Forschung (bspw. Epidemilogie)
- Einfluß der Ernährung auf das körperliche Wohlbefinden
- Die Erforschung der globalen Auswirkungen von lokalen Entscheidungen
- Basisdemokratiestudien

6. Finanzpolitik
6.1.
EURO: Der Euro kommt
Transparenz in Bezug auf Chancen und Risiken soll einhergehen mit einer Durchleuchtung der Strukturen von IWF und EZB

6.1.
Die Rechtfertigungsmittel der Politik sollen besser durchleuchtet werden. Die derzeitige Staatsverschuldung von mehr als 2 Billionen Mark, mehr als 60% des Bruttosozialproduktes, hat folgende Vorgeschichte: " In den 25 Jahren bis 19944 betrug die gesamte Neuverschuldung aller staatlichen Ebenen 1,381 Milliarden DM. An Zinsen für die Staatsverschuldung wurden in diesem Zeitraum 1,217 Milliarden DM gezahlt...
... Der Anteil der Steuern auf Gewinneinkommen am Gesamtsteueraufkommen ging zwischen 1980 und 1994 von 27% auf 17% zurück; diese Gewinne betrugen 1995 ca. 650 Milliarden DM nach Steuern, das heißt, über 40% des verfügbaren Nettoeinkommens in der Bundesrepublik...
... Auf diese Weise ist es den Unternehmen in Deutschland gelungen, den Löwenanteil der Steigerung des Volkseinkommens seit 1980 für sich zu behalten; die durchschnittlichen Bruttolöhne stiegen demzufolge in Deutschland zwischen 1980 und 1994 nicht um 35%, sondern nur um 11%. Von den 11% Bruttolohnsteigerungen ist nichts in den Taschen der Arbeiter und Angestellten übriggeblieben. Sie sind in Form gestiegener Lohnsteuern und Sozialabgaben in die Hände des Staates übergegangen.1" In einer Studie soll statistisch herausgefunden werden, wer die Gläubiger des Staates sind (Bundesanleihen , etc.), sprich wer vom Staat indirekt oder direkt subventioniert wird.
Die Steuerschlupflöcher (vor allem der international agierenden Konzerne und Banken) müssen untersucht werden und ggfs. müssen international gültige Vereinbarungen zur Vermeidung von Gewinnabführungsverträgen etc. an Steueroasen getroffen werden.

6.3.
Eine Vereinfachung des Steuersystems unter Wegfall von Steuertrick-Paragraphen soll von Sachverständigen erarbeitet werden. Das Steuersystem soll für jeden verständlich sein unter klaren Prämissen: Was wird subventioniert (Familie etc.) und was bestraft (Umweltschäden, etc)

6.4.
Eine Bindung von Steuer-Einnahmen mit Ausgaben (Bsp.: Hundesteuer) soll erarbeitet werden. Dies soll einhergehen mit einer größeren Transparenz des gesamten Steuer- und Gebührensystems mit Einblick in alle relevanten Zahlen.

7. Bildungspolitik und Familie
7.1.
Bildungspolitik
Durch zusätzliche Bildungsförderung soll der Bildungsstand der Bevölkerung noch weiter gehoben werden. Hierbei soll ebenfalls eine Reform im Schulsystem eingeleitet werden, die sich viel kritischer und hinterfragender mit Themen wie Menschenrechte, Geschichtsschreibung, Medien u.a. beschäftigt. Mit Hilfe der "Neuen Medien" (bspw. "Internet") soll der Zugang zu jeglicher Information nicht nur möglich sein, sondern auch subventioniert günstig sein.
Ziel der Bildungspolitik soll es sein, eine größtmögliche Aufklärung und Bildung Aller (auch z.B. der Behinderten, Armen etc.) zu ermöglichen.
Schon in der Schule sollen Wege der Recherche und der Umgang mit Neuen Medien Programm sein.

7.2. Familie
In einer Gesellschaft immer größerer Verfremdung (der Aufbruch alter Familienstrukturen bspw. durch "Altersheime") sollen neue Modelle erarbeitet werden (Anregung: "ISLAND" von Aldous Huxley). Für ältere Mitbürger sollen integrative Konzepte umgesetzt werden (Bspw.: Rentner helfen Jungunternehmern). Gewalt innerhalb von Familien soll durch erhöhte Aufklärung und mehr Rechte für Kinder (Wahlrecht, Teilnahme an Basisdemokratiemodell) ursächlich bekämpft werden. Durch eine erhöhte Beteiligung der "Familie" (siehe Aldous Huxley) können einer Entfremdung mit der Gesellschaft und starken Generationskonflikten unter Umständen vorgebeugt werden und "integratives" moralisches Denken gestärkt werden.

8. Datenschutz und Kontrolle der Politik und Gewaltenteilung
8.1. Datenschutz
Das Stichwort "1984 – George Orwell" verbreitet nach wie vor deshalb Angst, Paranoia und Schrecken, da die "demokratischen" Bürger dieses Landes immer noch keinerlei Einblick haben, wie sie kontrolliert und manipuliert werden. Man wundert sich gelegentlich über Werbepost im Briefkasten (nach Erhalt einer "Goldenen MASTERCARD" erhielt ich plötzlich Post von Schweizer Geldanlageinstituten bzgl. Steuerschlupflöchern, etc.) und jeder Handy-Benutzer weiß heutzutage, daß seine Position durch Anpeilung des Handys bestimmt werden kann.

Ziel der Datenschutzpolitik soll es daher sein:
Jedem Bürger alle gespeicherten Daten und Speichermöglichkeiten bzgl. seiner Person offenzulegen
Strafrechtlich jeden Mißbrauch von Datenzugriffen (auch international seitens bspw. Nachrichtendiensten) auf das härteste zu bestrafen
Dem Bürger seine Mündigkeit in Bezug auf Privatsphäre zurückzugeben, ebenso die Möglichkeit der Privatklage gegen Verstöße staatlich zu subventionieren

Datenschutzkommissionen sollen Gewaltengeteilt sein und möglichst zusammengesetzt sein aus
einem Vertreter des Innenministeriums
einem Vertreter des Rechtsapparates
einem Parlamentarier
vielen Bürgern (vorzugsweise engagierte Studenten verschiedener Fakultäten ohne Einfluß von Lobbyisten).

8.2. Kontrolle der Politik
Die Instrumentarien der Demokratie und angewandten Politik bedürfen immer stärker der Kontrolle durch das Volk, da sich gezeigt hat, daß
Politiker sich gerne selbst gegenseitig begünstigen
Politiker sich gerne Jobs zuschanzen
Politik unter dem Einfluß von Lobbyistenverbänden geraten kann
Politiker immer seltener den Kontakt direkten Kontakt zum Volk pflegen
Ein mögliches Instrument wäre die Schaffung eines "Volks-Schieds-Komitees", über welches folgende Punkte untersucht werden:
Bezahlung von Politikern
Ämterhäufung / Verflechtung
Einfluß auf Politiker durch private / wirtschaftliche Strukturen
Einfluß von Parteiführung auf Unterwanderung des Demokratiegefüges
etc.

8.3. Kontrolle der Gewaltenteilung
Es sollen Kommissionen eingerichtet werden (bestehend aus interessierten Bürger, Wissenschaftlern und Studenten), die (fachlich versiert) komplette Einsicht haben in die oberste Ebene der drei demokratischen Gewalten und mögliche Probleme und Unterwanderungen der Gewaltenteilung überwachen und nötigenfalls Regulierungsvorschläge erarbeiten, die dann der Öffentlichkeit zur Abstimmung zusammengefasst werden.

9. Arbeit und Soziales
Wenn die Politik mittlerweile schon offiziell zugibt, daß eine VOLLBESCHÄFTIGUNG illusorisch ist, so muß die Politik unabhängig von Zahlenspielen ein Gesellschaftsmodell erarbeiten und durchführen, in dem alle Nichtbeschäftigten ohne Hindernisse
am demokratischen System teilhaben können
mobil sind
informiert sind
kommunizieren können
ihren Neigungen nachgehen können
gesund leben können
im Alter versorgt sind
einen Wohnsitz haben

Angestrebt werden soll eine gesunde, intelligente und mündige Gesellschaft, in der "sozial schwache" und "steinreiche" sich ohne Neid in die Augen blicken können, da beide Gruppen in einem "gerechten" System ihre Daseinsberechtigung haben.

Große Frage: "Wer soll das bezahlen, wer hat soviel Geld ?" Siehe Finanzpolitik:
Steuerreform inkl. TOBIN-Steuer
virtuelle Anlagegelder werden der Realität zugeführt
Abschaffung von Steuertricks / Schwarzgeld / etc.
Alle Berufe zahlen Steuern (auch Beamte und Unternehmer)
Alle Steuern werden gesenkt und Investitionen in o.g. Bereiche gefördert

Zügelloser Freihandel führt durch die systematische Ausnutzung von Billigarbeitskräften bei gleichzeitiger rücksichtsloser Umweltvernichtung zu sozialer Desintegration. Daher sollen auf diejenigen Produkte, deren Produktion die im Importland geltenden Sozialnormen und Umweltauflagen nicht respektieren, die verursachten Kosten in Form einer Variablen Einfuhrabschöpfung aufgeschlagen werden. Diese Gelder sollen (nach einem radikalen Umbau der WTO) zur Stärkung sozialer Systeme in den betroffenen Ländern benutzt werden. Auf Deutschland bezogen soll untersucht werden, inwiefern Zeitarbeitsverträge, Schwarzarbeit, etc. das Sozial- und Rentensystem schwächen

10. Landespolitik und Kommunalpolitik
Landes- und Kommunalpolitik mit "Landesfürsten" und selbstgefälligen Bürgermeistern und Shake-Hands wird gründlich reformiert.
Da die derzeitige Landespolitik zumeist von finanziellen Interessen geprägt ist, werden, unabhängig von notwendigen repräsentativen Aufgaben qualifizierte Wirtschaftler eingesetzt, sprich:
Teilung zwischen Repräsentanz und Verantwortung
Repräsentanz erfolgt im Rotationsprinzip
Verantwortung wird strenger bewertet und untersucht als bisher, sprich:
Größere Befugnisse durch bspw. "Bund der Steuerzahler"
Die Repräsentanten müssen sich ausschließlich um die "menschlichen" Aspekte in der Region kümmern. Diese sollen u.a. sein:
Warum gibt es hier Obdachlose?
Wie werden hier die "Zugereisten" behandelt?
Ist das soziale System intakt?
Funktioniert die Transparenz, Kommunikation, Mobilität?
Weiterhin sollen die Repräsentanten jeden Tag engsten Kontakt zu den Bürgern pflegen, die sie repräsentieren.
Auf kommunaler Ebene soll das SCHWEIZER MODELL (Bürgervotum zu Einzelentscheidungen) umgesetzt werden.

11. Politische Ämter, Strukturen und Verwaltungsapparate
Politische Ämter sollen nicht "von Oben" besetzt werden (Parteivorstand, etc), sondern mittels Ausschreibung, Bewerbung, Vorstellung eines Programms durch die Bewerber im Vorfeld öffentlich gemacht werden.
Es soll vermieden werden, daß einzelne Polit-Kader Verhaltensmaßregeln und entsprechenden Hörigkeitsdruck aufbauen. Die Inhaber politischer Ämter sollen vor allem dem Volk gegenüber verantwortlich handeln.
Jegliche Einflußnahme auf politische Ämter soll öffentlich gemacht werden.
Politische Strukturen sollen abgeflacht werden. Steile Hierarchien sollen einer Vernetzung von Individuen weichen.
Der Verwaltungsapparat soll entsprechend Vorschlägen von bspw. Bund der Steuerzahler vereinfacht werden, auch mittels einfacherer und durchschaubarer Gesetzesänderungen.

12. Globalisierung
Die Globalisierung ist momentan vor allem eine Globalisierung des Kapitals, der transnationalen Konzerne und Banken sowie Anleger. Das heißt, die Finanzmärkte und "Mächtigen" haben unzweifelhaft (mit Ausnahme der "Traveller") die Möglichkeiten und Vorzüge globalen Agierens erkannt und wissen dieses Know-How sowohl zu nutzen als auch zu vermarkten. Nach dem Fall der Berliner Mauer verschwand nicht nur das Feindbild aus der Propaganda-Maschinerie, es wurden im Zuge der Profitsteigerung und dem Ausbau der Macht alle Wege geebnet für eine geplante "Eine-Welt-Regierung" des Kapitals. Das Szenario, welches sich jetzt abzeichnet, deutet jetzt schon die zukünftigen Entwicklungen an:


  • Im Zuge der Automatisierung werden die Großkonzerne mit den entsprechenden Patenten und dem Know-How alles daransetzen, ihre Aktionäre um jeden Preis zufrieden zu stimmen.

  • Im Zuge der großen Firmenfusionen werden nach und nach alle "einfachen" Tätigkeiten ("Mensch-Maschine") ersetzt durch Automation ("Intelligente Maschinen"), welche wesentlich "produktiver" und "berechnender" arbeiten als Menschen. Absehbar wird daher, soweit es die Interessen der derzeit "Regierenden" angeht, keine MENSCHLICHE Lösung angestrebt.

  • Die internationalen Organisationen, welche in diesem Jahrhundert in eine Machtposition gebracht wurden (UNO, IWF, NATO, u.v.a.) dienen vor allem dem Machterhalt des etablierten Systems. Einzige menschliche Aspekte sind hierbei die Durchsetzung von Menschenrechten und das halbherzige "Rügen" von Systemen, die den Interessen dieser Organisationen widersprechen.

  • Durch nachhaltige Etablierung dieser Organisationen (mittels Währungskontrolle, Briefmarken, etc.) wir ein globales Machtsystem in Position gebracht, welches sich im Augenblick vor allem an den MÄCHTIGSTEN (USA als Wirtschafts- und Militärmacht) orientiert. Dies darf nicht sein !!!!

  • Eine zukunftsgerichtete "Weltregierung" sollte entsprechend neuester Erkenntnisse Themen wie "Basisdemokratie", "Kommunikation", "Transparenz" u.a. fördern und nicht behindern.

  • Global wird es jetzt und in alle Zukunft nicht mehr nötig sein, daß alle Menschen am Tag acht Stunden arbeiten. Trotzdem ist es jetzt (und hoffentlich auch in Zukunft) schon möglich, alle Menschen zu ernähren und darüber hinaus an einer Gesellschaft teilhaben zu lassen.

  • Wenn man von "Globalisierung" spricht, sollte man ab jetzt von einer "Globalisierungs-CHANCE" sprechen.

  • Die Partei "CHANCE 2000" soll sich meiner Meinung nach globalisieren, sprich in allen Ländern vertreten sein.

    Mögliche kurzfristige Lösungsansätze:
    Die unerläßliche Rückkehr zum Primat der Politik und der Bürgerrechte impliziert die Rückeroberung jener Räume, die an die Finanzsphäre verlorengegangen sind:
    Wir brauchen eine signifikative Besteuerung des Kapitals, der Finanzprofite und Transaktionen auf den Devisenmärkten. (Von den 1.500 Milliarden Dollar, die auf den weltweiten Finanzmärkten täglich umgesetzt werden, dient nur 1 Prozent der Schaffung neuen "Reichtums", bspw. Arbeitsplätzen. Der Rest dient rein spekulativen Zwecken.)
    Eine Länderliste der Banken mit Konten in Steueroasen soll ständig bekanntgemacht und aktualisiert werden. Das "Bankgeheimnis" muß fallen. Pensionsfonds dürfen nicht an die Stelle der Rentenversicherung treten, die nach dem Umlageverfahren funktionieren. Gewinnabtretungen an Steueroasen sind auch rückwirkend zu verfolgen. All dieses subventioniert abgeführte Geld soll zurückfließen an Geschädigte.

    13. Schlußwort

    Alle oben genannten Gedanken sind angetrieben und verursacht durch ein reges Interesse daran, daß Leid vermieden wird und Menschen besser miteinander auskommen als in der Vergangenheit. In meiner persönlichen Umgebung erfahre ich zumeist Zuneigung und Unterstützung, ich fühle mich auch grundsätzlich eher gut als schlecht.
    Trotzdem ist auch mein Leben geprägt von "Scheitern" und der anschließenden Hinterfragung des Scheiterns.
    Ich wünsche allen zukünftigen Generationen ein erfülltes Leben auf diesem Planeten, und im Sinne meines erstorbenen Freundes Stefan Senger: "42, die Antwort auf alle Fragen".

    Bezogen auf diesen Planeten:
    "Verlaßt ihn, wie ihr ihn vorgefunden habt oder verbessert ihn so, daß die nächsten Generationen noch mehr Freude auf ihm haben"

    Kastel Van Voorde , Belgien
    13. Juni 1998
    Martin Kinnen